Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3¹² 451., Tag.

welche Schwierigkeiten erregen, weil er noch darauf rechnet, dir die Hand der Tochter des Koͤnigs, ſeines Herrn, fuͤr mich anzubieten, um ſich vortheilhaftere Bedingungen zu verſchaffen.

Dieſe engherzigen Leute haben einen falſchen Be⸗ griff von Groͤße; ſie waͤhnen, ein Mann muͤße in ſeiner Verbindung mit einer Frau eine Ehre ſuchen: als wenn unſere Tataren mich einſt desbalb ehren ſoll⸗ ten, daß ich einen Koͤnig zum Schwiegervater habe. Laß uns, mein koͤniglicher Vater, mit dieſem geizigen, kleinlichen und erſchlafften Volke in Frieden leben, aber nicht zugeben, daß ſein ſchnoͤdes Blut den Adel des unſrigen truͤbe; es koͤnnte nur ein entartetes Geſchlecht daraus erwachſen. Es koͤmmt mir zu, der Gattinn, welche ich mir erwaͤhlt habe, die Verehrung des Volks zu erwerben.

Dem Koͤnige ſchienen die Vorſtellungen des Prin⸗ zen ſeines Sohns zu gefallen, und er erwiederte ihm:

Mein theurer Shaſſa⸗Rikdin, du denkeſt, wie ein echter Tatar, und ich werde mich wohl huͤten, dei⸗ ne Wahl durch irgend eine Staatsruͤckſicht zu beſtim⸗ men: aber es iſt Zeit, dich zu vermaͤhlen, und ich wuͤnſchte wohl im Umfange meines Reichs die holde Schoͤnheit zu kennen, welche dein Gluͤck machen koͤnnte.

Ich kann ſie dich, mein Vater, mit vollem Ver⸗ trauen ſehen laßen, daß du meine Wahl billigen wirſt.

Der Koͤnig bezeugte ſeine Ungeduld, Shaſſa⸗Rik⸗

4