Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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Badoildin, Prinz der Tatarei. 311

betraget ihr euch dort als meine Tochter, und gehet wieder weg, ohne euch zu erkennen zu geben.

Alle Anſtalten wurden getroffen, die Zuſammen⸗ kunft hatte ſtatt, und Shaſſa⸗Rikdin empfand augen⸗ blicklich eben ſo heftige Liebe, als er erregt hatte. Bald war ſeine Verkleidung ihm laͤſtig, und die mehr als gewandte Vertraute half ihm, ſich zu erkennen zu geben, und brachte die beiden jungen Liebenden dahin, ſich gegenſeitig eine Zaͤrtlichkeit, eine Hingebung, eine Treue ohne Ende zu ſchwoͤren.

Der Prinz vernahm nun, daß die junge Schoͤne in Gefahr geweſen, aus Liebe zu ihm zu ſterben; dieß ward der Gegenſtand von tauſend zaͤrtlichen Ergießun⸗ gen; mit Einem Worte, beide wuͤrden ſich nicht ge⸗ trennt haben, wenn die ſchlaue Unterhaͤndlerinn ſie nicht auf die zarte Schonung aufmerkſam gemacht haͤtte, welche ſie einander ſchuldig waͤren.

Der Prinz der Tartarei wurde von ſeinem Vater zaͤrtlich geliebt, und ſtand nicht an, ihm die Empfin⸗ dungen ſeines Herzens zu entdecken, um den Antraͤgen zuvor zu kommen, welche der Chineſiſche Geſandte ma⸗ chen ſollte.

Mein Vater, ſprach er zu dem Koͤnig,du haſt den Geſandten des Koͤnigs von China erſt zweimal vor dich gelaßen, und er hat dir noch nicht alles geſagt, was er hier zu verrichten hat; aber ſein minder ſchweig⸗ ſames Gefolge ſpricht davon. Er macht dir Vorſchlaͤge,