Badoildin, Prinz der Tatarei. 3⁰9
reizende Billah⸗Dadil, die Tochter eines der ſchaͤtzbar⸗ ſten Einwohner von Samarkand, welche wuͤrdig waͤre, die Blicke des großen Prinzen Shaſſa⸗Rikdin auf ſich zu ziehen.“
Vierhundert und ein und funfzigſter Tag.
Das Lob der falſchen Salbenhaͤndlerinn war nicht aͤbertrieben; außerdem hatte ſie in dem Ton ihrer Stimme, in ihrer Geſtalt, in ihren Gebaͤrden etwas Ueberredendes; der Prinz der Tatarei fuͤhlte ſich auf⸗ geregt, nicht von einer gewoͤhnlichen Neugier, ſondern von der heftigſten Leidenſchaft, die ſeltene Schoͤnheit zu ſehen, welche man ihm eben geſchildert hatte. Er fragte die Salbenhaͤndlerinn von Muſſul, ob ſie ihm dieſes Gluͤck verſchaffen koͤnnte.
Sie ſtellte ſich, als wenn ſie große Schwierigkei⸗ ten dabei faͤnde; jedoch erbot ſie ſich, alles zu verſu⸗ chen, alles zu wagen, um ſie zu beſiegen, und ver⸗ ſprach, ſehr bald von dem Erfolge ihrer Bemuͤhungen Bericht abzuſtatten.
Nach dieſem Geſpraͤche ging ſie wieder zu der ſchoͤ⸗ nen Kranken, ihre Hoffnungen zu beleben. So bald ſie dieſelbe beredet hatte, den Beſuch des Prinzen an⸗ zunehmen, wenn ſie ihr denſelben zufuͤhrte, ging ſie


