Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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Badoildin, Prinz der Tatarei. 305

Wie! ihr beunruhiget euch, mein ſchoͤnes Fraͤu⸗ lein! ihr zweifelt an meinem Eifer, an meiner An⸗ haͤnglichkeit, an meiner Erfindſamkeit? Und waͤhrend dieſer Geſandte noch damit beſchaͤftigt iſt, ſeine Stoffe auszupacken, ſeine Pagoden aus den Schachteln zu kramen, laßt ihr euch einbilden, daß er das Herz eu⸗ res Prinzen zu Gunſten ſeiner Chineſiſchen Prinzeſſinn entſchieden habe? Es iſt ein ſchoͤnes Schaͤtzchen, dieſe Prinzeſſinn! mit ihren Brimborien, die in ihren durch⸗ borten Naſeloͤchern, Lippen und Ohren bummeln: ſie ſieht aus, wie die Bude eines Juweelenhaͤndlers! das waͤre auch die Nebenbuhlerinn, die euch euren ſchoͤnen Prinzen entfuͤhren ſollte! Es ſind laͤnger als acht Jahre, daß er nicht mehr mit Puppen ſpielt. Saget kein Wort, ſeid ganz ſtill; um euch von aller eurer Furcht zu heilen will ich euch, vielleicht morgen ſchon, ihn ſelber herbringen..

Bei dieſer Zuſicherung ſchlug Billah⸗Dadil die Au⸗ gen nieder, erroͤthete, und ſagte:

Und meine Mutter? und meine Sklavinnen?

Alle dieſe, antwortete die verſchmitzte Salben⸗ haͤndlerinn,werden ſchon vorher eingeſchlaͤfert. Koͤnnte ich euch wohl in irgend eine Gefahr ſetzen? euch, die ich mehr liebe, als mich ſelbſt. Noch einmal, mein ſchoͤnes Fraͤulein, erwartet mich dieſen Abend; ich kom⸗ me, auf welche Art es auch ſei; und verſehet euch

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