Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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Badoildin, Prinz der Tatarei. 3⁰3

Aber, Trauteſte, weil ihr meine Krankheit ſo gut errathen habt, wie waͤre es moͤglich, daß er mich ſaͤhe und liebte, wenn er ſich vermaͤhlt?

Das ſind drei Dinge, welche ich auf mich neh⸗ me, ſagte die Salbenhaͤndlerinn.Ich werde es be⸗ werkſtelligen, daß derjenige, den ihr liebt, euch ſehe; und ich biete ihm Trotz, euch zu ſehen, ohne euch zu lieben. Anlangend die Chineſer, welche ihm eine Ge⸗ mahlinn antragen, ſo will ich ſie mit einem Wohlge⸗ ruch bedienen, welcher ſie wieder dahin ſenden wird, wo ſie her gekommen ſind.

Stellet alle Quackſalbereien eurer Aerzte beiſeite, ſchoͤnes Fraͤulein: laßt die Hoffnung eurer Herz einneh⸗ men; das iſt der Balſam, deſſen es bedarf. Laßt Zufriedenheit der Seele die Lilien und Roſen auf eu⸗ rem Antlitze wieder hervorrufen; und wenn ihr, fol⸗ get ihr meinem Rathe, nicht binnen drei Monaten die gluͤcklichſte der Sterblichen ſeid, ſo moͤgen alle Wohl⸗ geruͤche meines Ladens auf der Stelle in Rauch ver⸗ dampfen, und ſoll Muſſul, meine geliebte Vaterſtadt, mich niemals wiederſehen. Ich ſehe, daß ihr euch ſchon wieder belebt; die Eßluſt wird alsbald zuruͤck⸗ kehren; ihr werdet eſſen wollen: aber ohne eine Vor⸗ ſicht zu gebrauchen, wuͤrde es euch nicht wohl bekom⸗ men; ich will euch drei Tropfen von meinem Safte geben, von welchem ich in eurer Gegenwart etwas nehme; er wird euch den Magen ſtaͤrken, dermaßen,