Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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300 449. Tag.

Gefaͤllig gegen die Sklaven ihres Geſchlechts, uͤberließ ſie ihnen faſt umſonſt, was ſie ihren Herrin⸗ nen ſehr theuer verkaufte, und hoͤrte ihre kleinen Ver⸗ traulichkeiten ſichtlich mit Eifer und Theilnahme an; und im Nothfalle leiſtete ſie ihnen auch Dienſte.

Die Salbenhaͤndlerinnn von Muſſul war auch der ſchoͤnen Billah⸗Dadil wohl bekannt, welche ſie waͤhrend ihrer Krankheit alle Tage unausgeſetzt beſuchte. Sie hielt ſich, bei den Berathungen der Aerzte, in einem Winkel, und wenn jene ihre Meinung geſagt hatten, zuckte ſie gegen die Sklavinnen der ſchoͤnen Kranken die Achſeln, und ſagte zu ihnen:.

Dieſe Leute hier verſtehen gar nichts davon; ſie werden eure reizende Gebieterinn ſterben laßen.

So bald ich aber ſehe, daß ſie mit ihrer Weisheit gaͤnzlich zu Ende ſind, kann ich nicht unterlaßen, ein geheimes Mittel anzuwenden, welches ich beſitze. Ich habe die Kunſt, ſo nuͤtzliche und ſo vollkommene Sal⸗ ben und Pommaden zuſammenzuſetzen, nicht erfunden, ohne mich ein wenig mit der Arzeneikunde zu befaſſen; und was gewiſſe Frauenkrankheiten betrifft, ſo verſtehe ich mehr davon, als alle dieſe gelehrten Herren hier.

Indeſſen ward Billah⸗Dadils Zuſtand taͤglich be⸗ truͤbter; eine Neuigkeit, welche in ihrem Zimmer er⸗ zaͤhlt wurde, hatte ihn verſchlimmert, ohne daß man es ahnete. Es war die Rede von einem Geſandten von China, der gekommen war, einen Vertrag zwi⸗