Der fahrende Ritter. 23
pfangen wollen; ich habe mich ſo eben davon verſi⸗ chert, und weiß, daß er alle dir geraubte Kronen wie⸗ der auf dein Haupt geſetzt hat.“
Die ſchoͤne Koͤniginn war vor Entzuͤcken ganz au⸗ ßer ſich; ſie befahl ihrem Veſyr, und bat ihren Groß⸗ vater, alle Anſtalten zu treffen, um ihren Ritter, ihren Raͤcher, ihren Helden, ihren Geliebten, ihren Gemahl, als Sieger frohlockend zu empfangen; und von der un⸗ befangenen Ilſaide ließ ſie ſich alle naͤheren Umſtaͤnde erzaͤhlen, wobei ihr freudiges Entzuͤcken mit zaͤrtlicher Beſorgnis wechſelte.
Ilbarakas kam unterdeſſen zu dem Helden, be⸗ gruͤßte ihn, und erbot ſich, ihn auf der Stelle nach dem Palaſte der Koͤniginn bringen zu laſſen.
„Ich muß hier zuvor noch,“ antwortete Habib, „fuͤr die Sicherheit der Koͤniginn ſorgen. Du ſollſt den Wallfiſch hier ſtranden laſſen, und ich muß dabei zuge⸗ gen ſein; ich habe einmal die noͤthige Vorſicht ver⸗ ſaͤumt, und das hat mir fuͤr die Folge zur Lehre ge⸗ dient. Ich argwoͤhne, daß der grimmige Feind eurer Koͤniginn noch in den Eingeweiden dieſes Ungeheuers ſteckt, welches er gegen mich belebt hatte. Ich muß mich davon verſichern, um mich gegen ihn als ein Werkzeug Salomons zu gebrauchen, gegen den er ſich empoͤrt hatte, und zugleich die Ruhe eurer Herrſche⸗ rinn ſicher ſtellen.“


