Teil eines Werkes 
7. Bd. (1828)
Entstehung
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20 393. Ta g8.

bewachſenen Inſel vorbei: er ergriff einen Aſt davon, hieb ihn mit dem Schwerte ab, gab ihn Ilſaide'n, und ſagte zu ihr:

Geh ans Land, mein holdes Kind, zeige dich mit dieſem Zweige, als Friedenszeichen, laß dich zur Koͤniginn Doratil⸗Goas fuͤhren, und ſage ihr, daß ein Arabiſcher Ritter, der ihr zeitlebens geweihet iſt, ſie um Erlaubnis bittet, ſich ihr zu Fuͤßen zu werfen.

Ilſarde nahm den Zweig und ſchwamm damit un⸗ ter dem Waſſer nach einem Felſen am Eingange des Hafens. Hier ordnete ſie ihren Anzug, und zeigte ſich ploͤtzlich, ihren Friedenszweig in der Hand, denjenigen, welche die Kuͤſte bewachten, und bat ſie, ſie zur Ko⸗ niginn zu fuͤhren.

Man kann ſich denken, von welchem freudigen Entzucken Doratil⸗Goas beim Anblick und bei der Rede

aines ſo anmuthigen Geſandten ergriffen wurde. In⸗

deſſen hielt ihr Groß⸗Veſyr ſie noch zuruͤck, als ſie ſogleich nach dem Ufer fliegen wollte, und ſagte zu ihr: Herrinn, euer Feind iſt unterrichtet, daß die Geſtirne dir die Huͤlfe eines Arabiſchen Ritters verhei⸗ ßen; er koͤnnte wohl dieſe unſchuldigen Lippen mis⸗ brauchen, um dir eine Schlinge zu legen: laß mich alſo dieſem Abgeſandten einige Fragen vorlegen. Junges Meerfraͤulein, denn ich ſehe wohl, daß du eine ſolche biſt, kannſt du uns wohl ſagen, durch welches Mittel der angekuͤndigte Ritter hieher zu kom⸗