Der fahrende Ritter. 11
ſeine Weisheit hat. O, mein theurer Il⸗Habul! wo biſt du? belehre mich... 1
Man muß die Gefahr naͤher ſehen, um ſie zu beur⸗ theilen; durch den Verſuch der Gegenmittel ermißt man ihre Groͤße. Schwert Salomons, oͤffne mir die Ab⸗ gruͤnde des Meeres, wenn ich ſie durchdringen ſoll! laß mich die Fluten deſſelben uͤberwinden, wenn es noͤthig iſt.“
Der Held ſtand jetzt auf der Spitze eines ſteilen Felſens: er ſtuͤrzte ſich, mit dem Kopf voran, ins Meer, und war ſogleich auf allen Seiten von Seethieren umringt, welche ihn draͤngten, ihm jedoch keinen Schaden thaten.
Ueberall, wo das Schwert ſie erreichte, toͤdtete es; und bald war das Meer von Blute gerͤthet: aber ihr Gedraͤnge mehrte ſich, anſtatt ſie zu zerſtreuen; ſie wur⸗ den durch Schranken verhindert, zu entfliehen, und Ha⸗ bib war auf allen Seiten von ihnen eingeengt. Der Held bedeckte das Meer mit ſchwimmenden Leeichen, und muͤhte ſich ab, waͤhrend die ſchuppenge⸗ Panzerten Schaaren um ihn her ſich ſtaͤts zu verſtaͤrken
ſchienen. Er erhub ſich einen Augenblick uͤber Leichen⸗
haufen, die ihn umgaben, und rief aus:
„Im Namen Salomons! durch welche Macht auch immer dieſe Seethiere hier zuſammengepreßt ſind, ich gebiete, daß ſie ſich in die entfernteſten Meere dieſes Welttheils zuruͤckziehen!“
Dieſem Befehle folgte die ſchleunigſte Wirkung: es entſtand in den Fluten eine gewaltige Bewegung,


