Teil eines Werkes 
6. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

294 387. Tag.

es war eine nackte Frau, deren Geſicht mit ihren Haa⸗ ren bedeckt war.

Wer ſeid ihr, ſchoͤne Frau? fragte ſie der Held.

Herr, antwortete ſie,befreiet mich aus meinem Gefaͤngnis, und gebet mir etwas Kleidung, um anſtaͤn⸗ dig vor euch zu erſcheinen. Dieſer Kaͤfig iſt durch einen

Talisman verſchloſſen, welchen der graͤuliche Niſabik ſtaͤts bei ſich traͤgt: bemuͤhet euch, ihn zu oͤffnen, gebet mir die Freiheit wieder, und ich werde nicht aufhoͤren, Gott, Mahomed und euch zu ſegnen.

Ihr werdet auch des großen Salomons nicht ver⸗ geſſen, verſetzte der Ritter,in deſſen Namen ich alle Eiſenſtaͤbe zerbreche.

Zu gleicher Zeit zerhieb er ſie mit ſeinem Schwerte. 3

Die drei Meerfraͤulein hatten ihre Umguͤrtung ge⸗ theilt, und bedeckten damit die Gefangene dergeſtalt, daß ſie ſich den Blicken des Ritters zeigen konnte, ohne daß ihre Schamhaftigkeit darunter litt.

Sobald die Unterthanen Doratil⸗ Goaſens aus ih⸗ ren Ketten befreiet waren, warfen ſie ſich vor der un⸗ bekannten Frau nieder, und gaben ihr alle Beweiſe ei⸗ ner Anhaͤnglichkeit und einer Ehrfurcht, deren Beweg⸗ gruͤnde Habib verborgen waren.

Was macht ihr da? fragte er ſie:wer iſt dieſe Frau?

Ach, Herr, antwortete einer darunter,es iſt die Fuͤrſtinn mit den ſchoͤnen Haaren: ſie war