1
Der fahrende Ritter. 295
unſre Koͤniginn vor Abarikafs Empͤrung, und iſt eine
Verwandte der ſchoͤnen Doratil⸗Goas.“.
„O Himmel!“ rief der Arabiſche Prinz aus:„eine Koͤniginn, eine Verwandte Doratil⸗Goaſens! wie kann ich ihr alles wiedergeben, was ſie verloren hat?“
„Nichts iſt in dieſer Ruͤckſicht fuͤr euch ſchwer,“ antwortete der, den er gefragt hatte:„der Empoͤrer hat in dieſer Feſtung, ſammt den Reichthuͤmern unſrer Koͤniginn, auch alle Reichthuͤmer der Inſel aufgehaͤuft, deren er ſich bemaͤchtigt hat; und ſeitdem ihr Herr der Burg geworden, ſeid ihr im Ueberfluſſe. Die Frauen, welche ihr im Hintergrunde des Hofes ſehet, und welche ihr Zuſtand hindert, euch zu nahen, waren in ihrem Dienſte; ſie bezeigten, nach ihrem Ungluͤcke, zu große Anhaͤnglichkeit fuͤr ſie, und ein Gefaͤngnis war der Lohn ihrer Treue.“
„Suchet hier,“ ſagte Habib,„alle diejenigen auf, die ſonſt um eure Fuͤrſtinn waren, und dieſe nehme wie⸗ der Beſitz von einem Palaſt, worin alles ihr angehoͤrt.“
„Ich ſelber war in ihren Dienſten,“ erwiederte der, mit dem Habib ſprach,„und zwar in einer Stelle, welche ihr Vertrauen vorausſetzte.“
„Du ſollſt ſie wieder einnehmen,“ ſagte Habib, „wenn ſie es fuͤr gut befindet. Unterdeſſen verſammle hier alles um ſie, was zu ihrer Bequemlichkeit dienen kann; und wenn du die Gemaͤcher dieſes Schloſſes ken⸗ neſt, ſo begleite mich, nachdem du alle Leute zu ihrem


