Teil eines Werkes 
6. Bd. (1827)
Entstehung
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Der fahrende Ritter. 293

Wir werden euch nimmer verlaßen, antworteten e Meerfraͤulein;mit euch laͤuft man nirgends Ge⸗ ahr.

Wenn ihr immer an meiner Seite waͤret, fuͤgte die juͤngſte hinzu,ſo wuͤrde ich den Stuͤrmen Trotz bieten, welche die Felſen niederſchmettern.

Habib naͤherte ſich mit geſchwungenem Schwerte der Zugbruͤcke, und rief aus:

Im Namen Salomons! und kraft ſeines Talis⸗ mans, befehle ich dir, Bruͤcke, dich niederzulaßen!

Auf der Stelle drehte ſie ſich in ihren Angeln, und der Eingang war eroͤffnet. Der Held zerhieb mit ſei⸗ nem Schwerte die beiden Ketten, wodurch die Bruͤcke aufgezogen wurde, und drang in den Hof der Feſtung.

Mitten auf dieſem Hofe erhub ſich eine Saͤule, auf deren Gipfel ein eiſerner Kaͤfig ſtand; dieſes Denk⸗ mal war ganz mit Talismanen bedeckt, und man las darauf folgende Inſchrift:Du kannſt nur durch die Kraft Arabiens zerſtoͤrt werden.

Habib zerhieb mit ſeiner Klinge alle Talismane: da erſcholl ploͤtzlich ein Getoͤſe aus den unterſten Tiefen bis in die hoͤchſten Gewoͤlbe. Die Saule ſtuͤrzte zu⸗ ſammen, und die hier in Banden gehaltenen Untertha⸗ nen Doratil⸗Goaſens kamen allzumal aus den Loͤchern herbor. Der Kaͤfig von der Saͤule ſtand nun auf dem Boden, und Habib erblickte darin einen ſeltſamen Ge⸗ genſtand, deſſen Beſchaffenheit er kaum erkennen konnte: