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387. Tag. Dreihundert und ſieben und achtzigſter Tag.
Kaum waren ſie dort angekommen, als ſie die bei⸗
den anderen Schweſtern am nahen Geſtade erblickten. „Kommet, meine Schweſtern,“ rief ihnen Ilſaide zu:„hier iſt er!“ Nur eine maͤchtige und wahrhafte Leidenſchaft konnte unſern Helden gegen die Angriffe Ilſaidens ſichern,
welche um ſo gefaͤhrlicher waren, als ſie unſchuldig wa⸗
ren: aber er war ſchon von ſeiner Beſtimmung beſiegt, und die Koͤniginn durfte nichts fuͤrchten.
Indeſſen war die Eroberung der Gruͤnen Inſel noch nicht vollendet: die ſtaͤhlerne Burg war unzugaͤnglich, die Befeſtigungen waren beſetzt, und die Thore und Bruͤcken waren geſperrt.
„Noch weiß ich nicht,“ ſprach Habib,„wie ich eine ſo ſchwierige Unternehmung anfaſſen ſoll: hier ſteht eine unangreifbare Veſte, menſchliche Kraͤfte vermoͤgen nichts dagegen; ich vertraue nicht mehr auf mich ſel⸗ ber, ſondern auf die Rathſchluͤſſe des Himmels, welche mich leiten. Es waͤre moͤglich, daß Niſabiks Geſtaͤndnis
ſeiner Niederlage nur eine Schlinge waͤre, mich in neuen
Kampf zu verwickeln, und daß mich hier Gefahren er⸗ warteten, welche ihr nicht theilen duͤrfet: kehret in euer Element zuruͤck, betet fuͤr den Ritter Doratil⸗ Goaſens, und beruhiget mich wenigſtens durch eure Entfernung uͤber eure Sicherheit.“


