Der fahrende Ritter. 289
Niſabiks Haͤnden, und riß ihn mit ſich fort. Der Ta⸗ lisman verſchwand, und Niſabik ſah, daß er in die Hand ſeines Feindes fallen wuͤrde; da nahm er zu naͤcht⸗ lichen Beſchwoͤrungen ſeine Zuflucht. Habib naͤherte ſich, den niedergeſtuͤrzten Geiſt zu durchbohren, fand aber nur ſeine Ruͤſtung, und ſah daß er ſich nur der Schale eines Kriegers bemaͤchtigt hatte.
Niſabiks leibliches Weſen war verſchwunden, und der Arabiſche Prinz ahndete nicht, daß dieſe Beute ihm wichtiger waͤre, als der Geiſt ſelber; denn ſie erfullte in der That jene Weiſſagung, daß man, um ſich des Empoͤrers zu bemaͤchtigen,„zuvor Herr ſeines ſtaͤhler⸗ nen Hauſes ſein muͤßte,“ womit dieſer Spruch die Ruͤſtung gemeint hatte, auf welche der Geiſt ſein ganzes Vertrauen geſetzt zu haben ſchien.
Habib zertrat dieſe Ruͤſtung, deren Maaße die ge⸗ woͤhnliche Groͤße weit uͤberſchritten; mit, vier Schwert⸗ ſtreichen vernichtete er die Baͤnder derſelben, zerſtreute die Scherden, und erfuͤllte ſo im andern Sinne die Weiſſa⸗ gung:„die Niſabik unterworfenen Maͤchte ſollen aufge⸗ loͤſet und zerſtreuet werden.“
Das Ungeheuer hatte, indem es ſich unſichtbar ge⸗ macht, und ſich unter das Gewoͤlbe am Eingange ſei⸗ nes Schloſſes begeben, das letzte Mittel ſeiner Macht ergriffen. In ſeiner natuͤrlichen Geſtalt trat er mit ſeinem Schwerte hervor, und erwartete Habib am Ein⸗
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