Der fahrende Ritter. 287
Dreihundert und ſechs und achtzigſter Tag.
Von der Zinne eines der hoͤchſten Thuͤrme ſeiner ſtahlernen Burg, beobachtete der Zwingherr den zum Ufer herandringenden Gegenſtand. Er ſah die Zauber⸗ netze durchfahren, womit er das Meer verſperrt hatte; er erblickte den Prinzen von Arabien nicht, aber er ſah auf einer reißend ſchnell daher fahrenden Buͤhne eine Gruppe von drei faſt nackten Frauen, und konnte nicht klug werden, gegen welche Art von Gefahr er ſich ver⸗ wahren ſollte. Man wuͤrde ſeine Art ſchlecht kennen, wenn man ihn durch die Schoͤnheit zu bethoͤren waͤhnte; und die Vorkehrungen, welche er ſchon getroffen hatte, machten ihn ſicher gegen jegliche Bezauberung. Die Burg, darin er hauſete, war von gediegenem Stahle; man gelangte dahin nur durch ein in den Felſen ge⸗ hauenes Gewoͤlbe, welches mit eiſernen Spitzen geſpickt und durch einen Schlußſtein zuſammengehalten war, der nur an einem Faden hing. Dieſe Befeſtigung konnte weder durch Beſchwoͤrungen noch durch irgend eine Art der Zauberei uͤberwaͤltigt werden.
Alſo auf ſeine Macht trotzend verließ Niſabik die Burg, ſchritt durch das furchtbare Gewoͤlbe, und trat ſeinem Widerſacher entgegen. Die Gruppe, welche er entdeckt hatte, naͤherte ſich dem Lande, und der Ritter ſprang ans Ufer. Das Ungeheuer verachtete einen ſol⸗ chen Gegner, weil es vom Kopfe bis zu den Fuͤßen


