286 4 385. T a g. Der Held, in Betrachtungen vertieft, erinnerte ſich
der Lehren des weiſen Il⸗Habul:„Ich furchte fuͤr dich
weniger die offene Gewalt, als die Hinterliſt,“ hatte ſein Lehrmeiſter zu ihm geſagt. Demzufolge war er auf ſeiner Hut gegen die Argliſt des Geiſtes, welchen er bezwingen ſollte. Im Vertrauen auf den Arm der Vorſehung, ſchlief er ein, und erhub ſich am Morgen, das Herz voll Kampfluſt und Hoffnung.
Der Held ſchiffte ruhig ſeiner Beſtimmung entge⸗ gen: ploͤtzlich ſtießen die drei Schweſtern ein Geſchrei aus; der Kopf und die Haͤnde Ilſaidens, die neben dem Floſſe ſchwamm, verſchwanden. Habib zuckte ſein Schwert und ſprang ins Waſſer: da fuͤhlte er ſich ſogleich von Netzen umſchlungen: er ſprach aber das furchtbare Wort aus, indem er zugleich ſein Schwert gebrauchte, und die Netze wichen uͤberall. Er ergriff Ilſaiden, ſetzte ſie auf das Floß, und flog nun ihren Schweſtern zu Huͤlfe. Nachdem er ſie auch gerettet hatte, gewahrte er, daß das Floß ſich bewegte, ohne fortzuruͤcken, und daß die Delphine in dieſelben Netze verſtrickt waren; er ſchwamm um ſie her, und befreite ſie ebenfalls. Um ſeine Fahrt zu ſichern, beſtieg er den erſten Delphin, und drang ſo nach dem Lande vor, indem er rechts und links die auf ſeinem Wege geſpannten Netze durchhieb.


