Der fahrende Ritter. 299
„Edler und tapferer Ritter,“ erwiederte Balaſan, „vertrauensvoll empfange ich deine Befehle, und un⸗ terwerfe mich ihnen im Namen des maͤchtigen Schͤp⸗ fers aller Dinge. Aber es iſt mir unmoͤglich, Herr, dir behuͤlflich zu ſein, daß du den Ort deiner Beſtim⸗ mung erreicheſt: die Inſel iſt von allem entbloͤßt, was zur Schiffahrt gehoͤrt. Der Weg durch die Luͤfte iſt auch verſperrt; denn meine Fluͤgel ſind zerbrochen, wie du ſieheſt. Aber haͤtten ſie auch noch ihre ganze Staͤrke, Abarikaf hat ſich der Wege dort oben dergeſtalt bemei⸗ ſtert, daß meine Huͤlfe zu nichts dienen wuͤrde. Du mußt von Inſel zu Inſel auf dieſelbe Weiſe fortſchrei⸗ ten, wie du hieher gekommen biſt; benutze die Begeiſte⸗ rung, welche deine Erſcheinung und deine Thaten bei den Meergeiſtern hervorgebracht haben; mache, daß ſie der Gefahren vergeſſen, denen ſie, mit dir verbunden, ſich ausſetzen, und es iſt moͤglich, daß ſie dich bis in die Mitte deiner Feinde bringen: das Uebrige wird deine Tapferkeit und der Beſchluß des Verhaͤngniſſes vollfuͤhren.
Das Schrecken hat ſich ſchon uͤber die Gelbe und Rothe Inſel verbreitet. Mokilraß, der Seetieger, beherrſcht dieſe beiden; er iſt ein Sohn des ſcheußlichen Wüthrichs, von welchem du uns befreiet haſt. Unter⸗ richtet von der Niederlage ſeines Vaters, hat er ſchon alle Vorkehrungen getroffen, welche die Furcht erheiſcht. Schwierigkeiten erwarten dich dort; wenn es dir aber gelingt, ſie zu uͤberwinden, ſo bemaͤchtige dich der Haut


