Der fahrende Ritter. 277
mer ihres Elements zu ſeinen Fuͤßen niederzulegen; der Wohllaut ihrer Geſaͤnge und die Anmuth ihrer Gebaͤr⸗ den wuͤrden auch das unempfindlichſte Herz erweicht ha⸗ ben. Sie umringten den Helden, und warfen ſich ihm zu Fuͤßen; die junge Ilſaide und ihre Schweſtern wa⸗ ren eifriger dabei, als die uͤbrigen: Habib aber, be⸗ ſchaͤmt, weigerte ſich, dieſe Huldigungen anzunehmen:
„Ich habe nichts für euch gethan,“ ſagte er zu ihnen,„und ihr verdanket einem Manne nichts, der kaum ſeine Pflicht erfuͤllt hat. Gibt es hier Moſcheen, worin die Gottheit angebetet wird, ſo laßt uns dahin gehen; ich gehe euch voraus. Gibt es hier keinen ge⸗ treuen Unterthan eurer Koͤniginn Doratil⸗ Goas? ihm will ich die Geſchenke uͤbergeben, welche ich nur fuͤr ſie in Empfang nehmen darf.“
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Dreihundert und vier und achtzigſter Tag.
In demſelben Augenblicke trat ein alter Geiſt in ſeiner natuͤrlichen Geſtalt hervor: ſein Haupt war ge⸗ beugt unter der Laſt der Jahrhunderte, ſeine Fluͤgel zer⸗ brochen, und ſein Leib von den Ketten zerſchunden, wo⸗ mit der Wuͤthrich ihn belaſtet hatte; ſein Name war Balaſan.
„Herr,“ ſprach er,„zu der Zeit, als die Koͤniginn Kamarilſaman hier herrſchte, hatten wir drei Mo⸗


