Teil eines Werkes 
6. Bd. (1827)
Entstehung
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Der fahrende Ritter. 275

horchte nicht mehr der Hand des Reiters, ſprang mit ihm aufs Geſtade hin, und uͤberſchlug ſich mit ihm.

Rakaſchik erkannte die Gefahr, worin er ſchwebte, und rief alle ihm zu Gebote ſtehenden Maͤchte herbei. Augenblicklich truͤbte ſich das Meer und ſpie ſie aus: Seekaͤlber und Seeldwen bedeckten den Strand, Wall⸗ fiſche nahten ſich, und ſpien Waſſerſtroͤme aus, welche eine Scheidewand zwiſchen dem Prinzen und ſeinem Feinde zu bilden ſchienen; das Geſtade hallte wider von dem entſetzlichen Gebruͤlle. Alle dieſe Ungeheuer ſtuͤrz⸗ ten zugleich auf den Helden los: er bekaͤmpfte ſie eine Zeitlang mit ſeinem Schwerte, aber von der Menge bedraͤngt, und bald die Unzulaͤnglichkeit ſeiner Kraͤfte fuͤrchtend, ſchwang er das Schwert dreimal durch die Luͤfte und ſprach zuverſichtlich das furchtbare Wort Macht! aus. Die Wirkung war augenblicklich; die Ungeheuer, die dem Schwerte widerſtanden hatten, ſtuͤrz⸗ ten ſich jetzo, von einer hoͤhern Gewalt fortgeriſſen, in die Schluͤnde, welche ſie ausgeſpien hatten. Rakaſchik wagte es nochmals, ſich ihm entgegen zu ſtellen, und verſuchte ſeine Wallfiſchrippe, die ihm als Schwert diente, gegen das furchtbare Schwert Salomons; ſie zerſprang aber in tauſend Stuͤcke, und ſein beſchuppter Leib, ſeine gefaiete Ruͤſtung, wurden in Staub verwandelt.

Hinweg, Verruchter! rief Habib,hinweg, und aſe wehtlage durch alle Ewigkeit in den Hoͤhlen des Kau⸗ aſus! 3