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Gattinn: aber du wirſt mich lieben; du wirſt mir ebenſo angehoͤren, wie ihr; wir brauchen nicht jenen herkoͤmmlichen Geſetzen zu gehorchen; die Liebe und die Dankbarkeit ſchreiben uns andere Pflichten vor.“
So täuſchte ſich die Enkelinn des abgefallenen, aber muthvollen Kokopileſobeh. Sie beſaß den hohen Sinn ihres Ahnherrn; aber menſchliches Blut floß in ihren Adern, ohne daß ſie es wußte; nichts war voll⸗ kommen an ihr, als der Muth und die Schoͤnheit: indeſſen war ihr Herz nicht verdorben. Sie war einem Geſetz anheimgefallen, welches Bahlisbull ihr unbe⸗ ſtimmt ausgelegt hatte, und mit der Zeit ſollte ſie die Wirkung deſſelben erfahren...
Mit dem Verlangen beſchaͤftigt, Simuſtapha wie⸗ derzuſehen, hatte ſie nicht die Geduld, ihn in ihrem Palaſt zu erwarten; das haͤtte nur ein Vergnuͤgen verſchoben, welches ſie ſich augenblicklich verſchaffen konnte, indem ſie ſich nach Bagdad verſetzte. Sie rief den Sklaven der Buͤchſe.
„Wenn du dieſen Abend,“ ſprach ſie zu ihm, „Ilſetilſone'n in das Gemach ihres Gemahls gebracht haſt, ſo melde es mir ſogleich: ich will durch meine Gegenwart ihr Gluͤck erhoͤhen.“
Dſchemal vollzog die Befehle der Fee mit derſelben Aufmerkſamkeit, wie bisher. Setelpedur vernahm es ſogleich, daß die Prinzeſſiun bei ihrem Geliebten waͤre; ſie eilte nach Bagdad, und ſchickte Dſchemal


