Teil eines Werkes 
6. Bd. (1827)
Entstehung
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Simuſtapha und Ilſetilſone. 21 Dreihundert und zwei und dreißigſter Tag.

An dieſer unerwarteten Rede erkannten die Geiſter ingrimmig ihre Koͤniginn; ihre Feſtigkeit gab ihr ſelbſt bei den Boshafteſten Nachdruck: ihre Herrſcherinn ſchien wieder in dem alten Glanze zu ſtrahlen, wel⸗ chen ſie eingebuͤßt hatten. Ihr Befehl wurde alsbald vollzogen; hierauf entließ ſie die Geiſter, und der Divan ging aus einander.

Setelpedur ſtellte ſich nun die Gefahren vor, wel⸗ chen die Liebe ſie jetzt eben ausgeſetzt hatte, und fuͤhlte nichts deſto minder ihre Gewalt.

Waͤreſt du, mein geliebter Simuſtapha, ſprach ſie bei ſich ſelber,Zeuge geweſen von allem, dem ich deinetwegen getrotzt habe... Wie viel menſch⸗ liche Vorurtheile koͤnnteſt du mir aufopfern! Aber, was ſage ich! Ich liebe an dir ſelbſt dieſe ſtrenge Tugend, die dich zu Weigerungen ermuthigt, welche jedoch meine Eigenliebe nicht verwunden. Du wuͤrdeſt mich geliebt haben, wenn du mich zuerſt geſehen haͤt⸗ teſt; und wenn ich dir nicht, auf den Wunſch meines Schuͤtzlings Benalab, der mich fuͤr ſeine Abſicht zu gewinnen wußte, die liebenswuͤrdige Ilſetilſone im Traumgeſichte gezeigt haͤtte, ſo wuͤrdeſt du jetzo mein Leibeigner ſein; und ich wuͤrde bieſer Treue verſichert ſein, welche nichts zu erſchuͤttern vermag. Ich will nicht dein Gluͤck ſtoͤhren, noch die Ruhe deiner