531. Tag.
welches jeden Morgen dem Weltall die Guͤte desjeni⸗ gen verkuͤndet, der den Tag erſcheinen laͤßt. Ohne Zweifel hatte das Verhaͤngnis den Fall des großen Kokopileſobeh beſtimmt, aber ſeine Unternehmung war dem Geiſterreiche hoͤchſt nachtheilig. Indem du ihn ſelber und ſeinen Muth ehreſt, mußt du jedoch den unſeligen Abfall verfluchen, zu welchem er ſich hat hinreißen laßen, und die Weisheit der Geſetze Maho⸗ meds erkennen; du darfſt, frei nach deinen Wuͤnſchen ſchaltend, ſelber ein Geſetz aufſtellen, welches dir die Erfuͤllung derſelben ſichern kann.“
Der Vorſchlag Bahlisbulls erſtaunte alle Geiſter,
die den Grund davon nicht argwoͤhnten. Setelpedur ſtellte ſich, als ſetzte ſie das groͤßte Vertrauen in die Rathſchlaͤge des alten Geiſtes.
„Du bewaͤhreſt je mehr und mehr,“ erwiederte ſie ihm,„wie weit der durch das Ungluͤck belehrte Geiſt demjenigen uͤberlegen iſt, der immer nur die Wohl⸗ fahrt kannte. Ja, du haſt mich uͤberzeugt. Ich darf ohne Bedenken alles verfluchen, was den Unfall mei⸗ nes Vorgaͤngers verurſacht hat; und ich bin durch meine Neigung dem Menſchengeſchlechte zu nahe ge⸗ ruͤckt, als daß ich mich erwehren koͤnnte, in Maho⸗ med ein uͤber das meine erhabenes Weſen anzuerken⸗ nen. Aber ich verlange von dir die Abſchwoͤrungsformel, welche ich ausſprechen muß.“


