Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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als um ſich gegenſeitig zu ſchaden. Er vernahm nun das Vorhaben der Koͤniginn, und ſagte darauf zu Asmonſchar: Ich ſehe, du fuͤrchteſt, deinen Einfluß zu verlie⸗ ren; die Koͤniginn iſt nicht die einzige, welche eine ungleiche Verbindung eingegangen; ſie iſt die Tochter des großen Kokopileſobeh, und darf uns gegenuͤber wichtige Vorrechte behaupten: die Geſetze anlangend, welche, wie du weißt, bei mir verwahrt liegen, weil ich den mit Mahomed eingegangenen Vertrag unter⸗ zeichnete, ſo koͤmmt es dir nicht zu, auf Mittel zu ſinnen, denſelben zu umgehen, oder auf die Moͤglich⸗ keit, ihn zu uͤbertreten: verſammle den Divan; das iſt deine Pflicht. Asmonſchar kehrte zuruͤck; Bahlisbull aber, von Bosheit und Ehrgeiz erfuͤllt, beſchaͤftigte ſich mit ei⸗ nem Anſchlage, die Koͤniginn zu entthronen, den Großveſyr, ſeinen eigenen Enkel, zu verderben und ſich ſelber auf dem Untergang aller emporzuſchwingen. Der Divan war verſammelt. Setelpedur erſchien und nahm ihre Stelle ein; alle Geiſter verneigten ſich vor ihr. Auf einen Wink der Koͤniginn erhuben alle ſich wieder und ſetzten ſich; niemand wußte den Grund einer ſo feierlichen Zuſammenberufung: Asmonſchar erhielt Befehl, die Sache vorzutragen. Der Veſyr warf die Augen ringsumher, und be⸗ merkte einen leeren Sitz; es war derjenige, den ſein