Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Simuſtapha und Ilſetilſone. 389

dem Rathe eures gaͤnzlich euerm Willen gewidmeten Miniſters.

Setelpedur, nur mit ihrem Vorhaben und den Mitteln es zu befoͤrdern beſchaͤftigt, durchdrang nicht die Abſichten Asmonſchars. 8*

Der heuchleriſche Veſyr hatte nicht ſo bald den Befehl, die Verſammlung zu berufen, empfangen, als er ſich zu Bahlisbull,*) ſeinem Großvater, begab, dem aͤlteſten und boshafteſten aller Geiſter in Dſchinniſtan: die Wuth verlieh ſeinen Schwingen Staͤrke und Schnelligkeit. Er verabſcheute Bahlisbull; aber es kam darauf an, die Koͤniginn von einem Vor⸗ haben abzubringen, welches ihm verhaßter war, als jedem andern, weil er leibhaftig der die menſchliche Natur verderbende Geiſt, und ihr erklaͤrteſter Feind war; und weil er den Namen Mahomed nicht konnte ausſprechen hoͤren, ohne vor Wuth zu ſchaͤumen, und jetzo die Koͤniginn gar einen Muſelmann heiraten wollte. Er wußte, daß durch einen beruͤhmten Ver⸗ trag zwiſchen Kokopileſobeh und Mahomed, der Prophek ſich alle Geburten aus den Ehen der Menſchenkinder mit den Kindern Dſchinniſtans vorbehalten hatte.

Der alte Bahlisbull ſah mit einer Art von Erſtau⸗ nen ſeinen Enkel zu ihm kommen; ſie hatten ſeit lan⸗ ger Zeit keinen andern Verkehr mit einander gehabt,

*) So viel als Beelſebub.