328. 329. Ta g.
wie ich glauben muß, meine Wohlfahrt und meinen Ruhm im Auge haſt, ſo erwarte ich von dir einen deiner Weisheit und deiner Anhaͤnglichkeit wuͤrdigen
Rath.“
Dreihundert und neun und zwanzigſter Tag.
Waͤhrend dieſer Rede ſchien Asmonſchar, mit nie⸗ dergeſenkten Augen, in tiefem Nachſinnen; er brach endlich das Stillſchweigen, und antwortete:
„Große Koͤniginn, deine Entwuͤrfe ſind ſtaͤts von der Weisheit geleitet, und koͤnnen ihren Urſprung al⸗ lein in einem edlen Ehrgeize haben. Ich ſehe hier nur zwei Schwierigkeiten.
Ihr habt edelmuͤthig die Verbindung des Prinzen von Indien und der Tochter des Chalyfen beguͤnſtigt; ihr habt die Staͤrke und Unaufloͤslichkeit derſelben ge⸗ gen euch ſelbſt durch die beiden Ringe geſichert, welche ihr ihnen angeſteckt habt: eure Befriedigung haͤngt nur von ihrer Einwilligung ab. Wir haben von unſe⸗ ren Ahnen verfaßte Geſetze, deren Urkunden ſie ſelber aufbewahren: ſie werden viel beſſer als ich entſcheiden, worin ſie euerm Verlangen genuͤgen koͤnnenz und es wird euch annehmlicher ſein, die Verbindung, welche ihr im Sinne habt, mit Zuſtimmung aller eurer Ge⸗ walt unterworfener Weſen einzugehen, als nur mit


