Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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Simuſtapha und Ilſetilſone. 385

Der Geiſt lieferte ein wahrhaftes Gemaͤlde deſſen, wovon er Augenzeuge geweſen, und ſagte:

Noch niemals bot eine eheliche Verbindung ein ſo anziehendes Bild dar! Niemals ſchienen zwei Herzen ſich ſo innig zu verſtehen und ſich zu entſprechen! Niemals vereinigten zwei Weſen Tugend und Schoͤn⸗ heit in einem ſo hohen Grade! Niemals..

Halt ein, Unſeliger! unterbrach ihn die Koͤni⸗ ginn,deine Begierden brennen ſchon wieder lichter⸗ loh! Erinnere dich was du, als Koſſak im Dienſte des verfluchten Aegypters gethan haſt! Mein Finger hat auf deiner ſchuldvollen Stirne die Brandmale dei⸗ nes laſterhaften Wandels eingegraben. Ich werde dießmal noch ſchlimmer mit dir verfahren, wenn du wieder aus der Bahn weichſt: ich will alle deine Ge⸗ ſichtszuͤge verzerren, ich will deine Ohren lang recken, und du ſollſt mit den Ferſen vorwaͤrts gekehrt gehen.

Oh! meine Herrſcherinn, ſagte der Geiſt,euer Zorn thut mir weher, als eure Drohung mich er⸗ ſchreckt. Ilſetilſonens Schoͤnheit und Tugend iſt ſo groß, daß ſie mir die hoͤchſte Ehrfurcht einfloͤßt: ah! wie ſehr verdient ſie die Liebe Simuſtapha's!

Sie iſt zu groß, erwiederte Setelpedur,ſie macht, daß er der Sorge fuͤr ſeine Sicherheit, und ſelbſt ſeiner Pflichten vergißt. Der einzige Sohn des Koͤnigs von Indien laͤßt ſeinen Vater in Unwiſſenheit

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