Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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Simuſtapha und Ilſetilſone. 377

Seiten; es beſteht aus ſo weiten Raͤumen, daß ſie mit dem kleinen Raum, welchen wir einnehmen, nicht zu vergleichen ſind: in wenigen Augenblicken aber hatte ſie der Prinz von Indien durchmeſſen, und wurde am Eingange von Setelpedurs Palaſt niedergeſetzt.

Die Koͤniginn trat ihm daraus entgegen; obwohl von ihrer Schoͤnheit geblendet, vergaß er doch nicht der Ehrerbietung, und wollte ſich vor ihr auf ein Knie niederlaßen: ſie aber hub ihn eilig auf, faßke ihn bei der Hand, und fuͤhrte ihn in ihren Palaſt, indem ſie mit ihm durch ihre Gaͤrten ging, in welchen Wunder aller Art ihn uͤberraſchten und bezauberten.

Simuſtapha, von ſo viel vereinten Genuͤſſen uͤber⸗ ſtrdmt, empfand eine Aufregung, deren Wirkung Setelpedur mit Vergnuͤgen betrachtete:

O liebenswuͤrdigſter der Sterblichen! ſprach ſie bei ſich ſelber,moͤchten doch die Schoͤnheiten, welche du hier antriffſt, dich aller derjenigen vergeſſen machen, welche du auf Erden zuruͤckgelaßen haſt.

Endlich kamen, faſt ohne mit einander zu reden, die Koͤniginn und ihr neuer Gaſt an ein Waſſerbecken, welches mit dreihundert ſechs und ſechzig Thierbildern umgeben war, deren jedes, von dem andern verſchie⸗ den, das Sinnbild eines Tages im Jahre darſtellte. Sie beſtanden aus Jaspis und Porphyr, und ihnen entſtroͤmten beſtaͤndig geiſtige und liebliche Getraͤnke.