Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Simuſtapha und Ilſetilſone. 325

Dſchinniſtans:Ich ſollte mich ſo herablaßen, ſprach ſie,einen Sterblichen zu lieben!... aber Simuſta⸗ pha iſt ein Zoͤgling Benalabs, er iſt ſelber ein Muſter der Tugend und Weisheit: welche von meinesgleichen haͤtte die Ehre verſchmaͤht, ſich der Gunſt des großen Soleiman zu erfreuend Unſre Koͤniginn kam aus den entfernteſten Gegenden des Nordens zu ihm.*)

Waͤhrend Setelpedur alſo ſprach, erwartete der Geiſt ihre Befehle.

Kehre zu deinem Herrn zuruͤck, ſagte ſie zu ihm,und ſei, ſichtbar oder unſichtbar, ſtaͤts zu ſei⸗ nen Dienſten. Bemerkſt du an ihm das geringſte Verlangen, mich kennen zu lernen und mir ſeine Hul⸗ digungen darzubringen, ſo ermuntere ihn dazu und bring' ihn mir auf der Stelle her. Meine Graͤnzen ſind von noch entſetzlicher geſtalteten Weſen bewacht, als du zuvor wareſt. Ich werde Befehl ertheilen, dieſe furchtbaren Waͤchter zu entfernen, und die Graͤn⸗ zen ſo zu beſetzen, daß ſie keinen abſchreckenden An⸗ blick darbieten..

Der Geiſt verneigte ſich vor der Koͤniginn, begab ſich wieder zu Simuſtapha, und fand ihn noch auf

*) Es wird im Morgenlande angenommen, daß die Königinn von Saaba, die um Soleimans, oder Salomons, Huld zu werben kam, ein weiblicher Geiſt und die Köni⸗ ginn der himmliſchen Geſichte war.