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Simuſtapha und Ilſetilſone. 371
„Oh! ſchoͤnſter der Sterblichen! wie gluͤcklich ſchaͤtze ich mich, fuͤr dich meine Macht angewendet zu haben!“
Mit dieſen Worten druͤckte ſie zwei Kuͤſſe auf Il⸗ ſetilſonens Lippen, um berechtigt zu ſein, eben ſo viele, noch zaͤrtlichere Simuſtapha's Lippen zu rauben.
Die Koͤniginn der Geiſter erfuhr was ihresgleichen begegnet, wenn ſie ſich zu ſehr dem gefaͤhrlichen Lei⸗ men dieſer Erde naͤhern: Setelpedur ward ein Raub der Verwuͤſtungen ihres eigenen Elements. Aber dieſe Wirkung hatte noch nicht ihr fuͤr ihre Nebenbuhlerinn gefaßtes Wohlwollen verloͤſcht, deren Gluͤck gemacht zu haben ſie gleichwohl bald bereuen ſollte. Sie band ihr ein Halsband von außerordentlicher Pracht um den Hals, und ſteckte ihr einen Ring an den Finger, deſſen Diamant eben ſo viel Feuer ausſtrahlte, wie ein Karfunkel; und was den Werth dieſes Kleinods noch erhoͤhte, waren die in den Ring eingegrabenen Namen der beiden Gatten.
Sie wand hierauf in die Haarflechten des Prinzen eine Diamantenkette und ſteckte ihm einen noch ſchoͤ⸗
nern Ring an den Finger, als jener, den ſie der
Prinzeſſinn gegeben hatte: fuͤr beide ließ ſie zwei Kleider bringen, deren Beſatz aus Rubienen, Saphie⸗ ren, und Smaragden ſo kunſtreich zuſammengewirkt
war, daß ſie die Mannigfaltigkeit der Blumen nach⸗
bildeten.


