Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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358 7 324. T a g.

Wenn Ilſetilſone durch ihren Glanz alle Sterne des Himmels verdunkelt, ſo iſt Simuſtapha der Sonne zu vergleichen. Aber was beide vor allen auszeichnet, ſind die edelen Eigenſchaften des Herzens und des Geiſtes, welche ſie im hoͤchſten Maaße verbinden.

Du kannteſt das Gute, Koſſak, verſetzte die Koͤniginn,bewundre es nun, um es endlich lieben zu lernen. Ich empfehle dir dieſe beiden Gatten, diene ihnen treulich. Ich will ſie dieſe Nacht ſehen, du ſollſt ſie mir, ſo bald ſie in ſuͤßen Schlaf geſun⸗ ken ſind, hieherbringen; und bis ich deine Auffuͤhrung gepruͤft habe, erlaube ich dir, dich kuͤnftig unter der Geſtalt und dem Namen Dſchemals zu zeigen, welche du von Benalabs Zoͤgling empfangen haſt.

Der Geiſt entfernte ſich vergnuͤgt. Setelpedur aber war beunruhigt:Wie! ſagte ſie,Unſchuld und Liebe ſind in meinem Reiche ſo ſelten, und auf Erden findet man ſie? ich kann es nicht glauben!... Wie verlangt mich, dieſen ſo ſchoͤnen, ſo tugendhaften, ſo

efuͤhlvollen Sterblichen zu ſehen!... Wie gluͤcklich iſt Il⸗ etilſone, eine Seele, wie die ſeinige, gefunden zu haben!

So ſprach die Geiſterkoͤniginn: ſie hatte bis daher ihre Freiheit bewahrt; der bloße Gedanke an einen Sterblichen ſetzte ſie ſchon dem Untergange aus. Sie begab ſich in dieſe Gefahr, als Oſchemal den zuletzt von ihr empfangenen Befehl ausfuͤhrte.