Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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366 523. Ta g.

Wie ſtrahlet ihr heute, meine ſchoͤne Prinzeſſinn! habt ihr in Roſen geſchlafen, daß ihr noch ſchoͤner erwachet, als die Morgenroͤthe?

Ich habe einen himmliſchen Traum gehabt.

Ihr habt Simuſtapha geſehen?

Ja, ich habe ihn geſehen, und recht nach meis nem Gefallen.

War er eben ſo beſcheiden, wie gewoͤhnlich?

Nicht ſo ganz.

Deſto beſſer fuͤr euch, meine Prinzeſſinn; ihr werdet heute doch gut zu Mittag eſſen? Ich gehe hin, euch von Simuſtapha eine Schuͤſſel zu holen. Ddie Alte eilte zu dem Speiſewirth.Ich bin nicht ſo gluͤcklich, murmelte ſie fuͤr ſich zwiſchen den Zaͤhnen,ſo ſchoͤn zu traͤumen; was iſt es doch fuͤr ein ander Ding, wenn man jung iſt! Hurtig, hurtig! ſagte ſie als ſie hinkam:eure Prinzeſſinn hat die ganze Nacht geſchlafen, und an euch gedacht; jetzo hat ſie Eßluſt, gebet mir etwas fuͤr ſie.

Simuſtapha ſah, daß Namuna von nichts wußte, und ſagte:. 8

Da, nehmet dieſe Schuͤſſeln, meine Gute, und ſaget eurer reizenden Gebieterinn, daß ſie zu Mittage, nicht viel eſſen ſoll; es wird ihr dieſen Abend deſto beſſer ſchmecken.