524. Tag.
Hiierauf erzaͤhlte Simuſtapha der Prinzeſſinn,
welche Dienſte ihm die Buͤchſe Benalabs geleiſtet hatte,
und verbreitete ſich uͤber die Huͤlfe, welche er noch in der Folge von ihr erwartete.
Die Nacht hatte nun die Haͤlfte ihres Laufs zu⸗ ruckgelegt, als, auf ein von dem Indiſchen Prinzen mit dem Geiſte verabredetes Zeichen, dieſer in einem Augenblick alle Kerzen wieder angezuͤndet hatte; zu gleicher Zeit oͤffnete ſich die Thuͤre nach dem Saale, und ein Geſang der lieblichſten Stimmen ließ ſich hoͤren.
„Welches neue Wunder iſt dieß?“ fragte die Minzeſſinn.
„Es ſind deine Sklavinnen, die mein Gluͤck feiern,“ antwortete Simuſtapha.
„Meine Sklavinnen ſollten auch hier ſein, und ekwas davon wiſſen?“—
„Die hier gegenwaͤrtigen ſind dir unbekannt, und koͤnnen dich nicht verrathen.“
Ilſetilſone ſtand nun auf; ſie fand ein praͤchtiges Kleid zur Hand, und legte es an. Simuſtapha fuͤhrte ſie in den Saal, wo ein koͤſtliches Mahl bereit ſtand. Die ſechs Sklavinnen warfen ſich vor der Prinzeſſinn nieder, und waren bemuͤht, ſie zu bedienen. Sie hatte ſeit ihrer letzten Wanderung in Bagdad alle Eß⸗ luſt verloren: aber hier war alles von der Hand ihres Geliebten bereitet, und es ward ihr nicht ſchwer, dem Mahl Ehre anzuthun. Muſik und Tanz verſchoͤnten


