Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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362— 323. Ta g.

anderswo wird er am Leben bleiben: ſetzet Vertrauen in Benalab.“— d Der Roſenbuſch fing wieder an zu gruͤnen. Bena⸗ lab, jetzo mein Hofmeiſter, konnte aus dem Schatze meines Vaters alles nehmen, was er fuͤr noͤthig hielt; er fuͤgte dazu ſeine eigenen Schaͤtze, von welchen du ſchon einige Stuͤcke bewundert haſt. Wir ſchifften uns ein, landeten an den Kuͤſten der Staaten deines Va⸗ ters, und kamen nach Baßra, wo wir uns einige Zeit aufhielten.

Sobald wir den Fuß ans Land geſetzt hatten, ſchickte Benalab mit dem Schiffe, welches uns herge⸗ bracht hatte, alle unſere Indiſchen Sklaven zuruͤck; ſo blieben wir in Baßra, und uͤberlegten, auf welche Weiſe ich unbekannt zu Bagdad leben, und welches Gewerbe mich in den Stand ſetzen koͤnnte, dich zu ſehen und dir bekannt zu werden, ohne meinen Rang und Stand zu entdecken: wenn wir nur in Baßra geſchickte Koͤche kauften, ſo waren wir wohl gewiß, vermittelſt Benalabs Elixire den Speiſen einen ſo koͤſt⸗ lichen Geſchmack zu geben, welcher uns zum voraus einen fuͤr unſere Abſicht noͤthigen Zuſpruch und Vor⸗ zug verſicherte.

Laß uns gegenwaͤrtig dem Entwurfe des weiſen Benalab Gerechtigkeit widerfahren: ein Gahrkoch machte in der Stadt Bagdad bald mehr Aufſehn, als ein großer Mann von irgend einem andern Stande