Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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Simuſtapha und Ilfetilſone. 36²

die Beſchaffenheit meiner Krankheit nachgedacht hatte, naͤherte er ſich mir, und fluͤſterte mir ins Ohr:

„Theurer Prinz, ich kenne eure Krankheit vollkom⸗ men: Ilſetilſone iſt die Urſache derſelben.“

Bei dieſen Worten uͤberzog eine ploͤtzliche Roͤthe meine Wangen:

„Beruhiget euch,“ ſprach mein Lehrer zu mir; „euer Uebel iſt nicht unheilbar; faſſet wieder Muth. Ihr ſeid beide fuͤr einander geſchaffen: uͤberlaßet mir die Leitung; ich will euch in den Stand ſetzen, ſie nach Gefallen zu ſehen und ihre Hand zu erhalten.“

Die Hoffnung ermunterte meine Kraͤfte wieder, und ich ſchien ein neues Leben zu beginnen. Benalab ſchlug eine Seereiſe vor, als zu meiner Geneſung noͤthig; er ließ ein Fahrzeug ausruͤſten, deſſen Leitung er ſelber uͤbernahm. Um meine Aeltern uͤber dieſe Entfernung zu troͤſten, zeigte Benalab ihnen einen faſt verdorrten Roſenſtock, nahm eine Schaufel, haͤufte damit Sand und Erde auf, vermiſchte beides, und bedeckte damit den Fuß des Roſenſtrauchs, goß dann auf denſelben einige Tropfen eines Elixirs, welches er in ſeiner Taſche trug, und ſprach zu meinen Aeltern:

„Dieſer Buſch wird wieder gruͤnen; je mehr er ſich mit Blaͤttern und Blumen bedeckt, je mehr duͤrft ihr euch der Geneſung eures Sohnes gekroͤſten. Hier wuͤrde er von dem Todesengel getroffen werden;