Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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360 323. Tag. mit welchen er beſchaͤftigt war. Einſt war er abwe⸗ ſend, Kraͤuter auf den Armeniſchen Bergen zu ſuchen. Meine Aeltern hoͤrten nicht auf, deine Reize und Faͤ⸗ higkeiten zu ruͤhmen, und die Unmoͤglichkeit zu bedau⸗ ern, welche ſie vorausſahen, eine ſo paſſende Ver⸗ bindung zu bewirken; zugleich dachten ſie darauf, mir eine andre Gattinn zu verſchaffen. Ich begab mich in unglaublicher Unruhe in mein Zimmer. Kaum hatte ich mich niedergelegt und war in tiefen Schlaf verſun⸗ ken, als du mir in einem Traume erſchienſt, ganz ſo, wie ich dich zum erſtenmal in der Wirklichkeit ſah: mein Traum verſchwand, und ich erwachte; aber eine unbekannte Stimme rief mir ganz deutlich deinen Namen zu.

Du kannſt, meine geliebte Ilſetilſone, aus dem Zuſtand, in welchem ich mich befand, und aus den Unternehmungen, zu welchen die Liebe mich begeiſtert hat, die Gewalt ermeſſen, welche dein Bild uͤber mich gewann. Ich wagte nicht, meine Leidenſchaft zu geſtehen, und uͤberließ mich derſelben ohne Ruͤck⸗ halt, ohne Huͤlfe; ſie warf mich bald darnieder, ver⸗ geblich erſchoͤpften die Aerzte ihre Kunſt, und ich war auf dem Wege, dem Siechthum zu erliegen, welches mich verzehrte. 3

Da kam Benalab aus Armenien zuruͤck; er be⸗ fragte und beobachtete mich; und nachdem er uͤber