Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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Simuſtapha und Ilſetilſone. 359

geboren, aber, Dank den eifrigen Bemuͤhungen Haruns, des Statthalters Gottes und rechten Arms ſeines großen Propheten auf Erden, wir ſind zur Erkenntnis der Wahrheit zuruͤckgefuͤhrt, durch die Leſung und das Verſtaͤndnis des goͤttlichen Korans.

Dieſer weiſe Beherrſcher der Glaͤubigen hat ſtaͤts wie ein guter Vater uͤber uns gewacht; der Koͤnig Hilmar, mein Vater, unterhielt ſich mit meiner Mutter unaufhoͤrlich uͤber deſſen Gefaͤlligkeit gegen uns, und ſeine Anhaͤnglichkeit an ihn:

„Er hat eine ſo ſchoͤne Tochter!“ ſagten meine Aeltern:„ah! wenn er uns doch die reizende Ilſetil⸗ ſone zur Schwiegertochter gewaͤhren wollte! Aber andere Herrſcher haben ſchon vergeblich um ſie ange⸗ halten; er liebt ſie zu zaͤrtlich, und wird niemals in eine Verbindung willigen, welche ſie von ihm ent⸗ fernet.“

Dieſe Geſpraͤche machten tiefen Eindruck auf mich; ich war fortan allein mit dir beſchaͤftigt.

Mein Vater hatte einen Perſiſchen Weltweiſen, namens Benalab, an ſeinen Hof gezogen; dieſem war meine Erziehung anvertraut, und er pflegte in meinem Herzen den Keim der Tugend, waͤhrend er zugleich meinen Geiſt mit ſeltenen Kenntniſſen ſchmuͤckte, wo⸗ mit er ausgeruͤſtet war.

Benalab entfernte ſich von Zeit zu Zeit zu Nach⸗ forſchungen fuͤr die großen wiſſenſchaftlichen Arbeiten,