Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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322. Tag.

malten, hielten ihn ab, einen ſo ſuͤßen Schlummer zu unterbrechen.

„Ach!“ ſagte Simuſtapha,„ich werde ſie vieb⸗ leicht niemals ſo gluͤcklich machen, wie ſie es im Traume ſein mag!“

Indeſſen riß ihn die Macht der Leidenſchaft hin, er wagte einen Kuß auf ihre Roſenlippen: der Liebes⸗ zauber loͤſte die Bezauberung des Geiſtes, und Ilſetil⸗ ſone ſchlug ihre ſchoͤnen Augen auf.

„Ah! welch ein entzuͤckender Traum!“ rief ſie aus. „Es iſt kein Traum,“ ſagte der liebevolle Simu⸗ ſtapha;„ihr ſeid bei demjenigen, der in wenigen Au⸗ genblicken euer Gemahl ſein wird.“

„Mein Gemahl!“ wiederholte Ilſetilſone, erſtaunt aͤber dieſe Bezauberung:„durch welche außerordentliche Beguͤnſtigung?“—

„Beruhiget euch, o Koͤniginn meiner Seele! ein Ausſpruch des Himmels beſtimmt uns fuͤr einander. Eine euch unbekannte Macht, welche auch mir faſt unbekannt iſt, vereinigt uns heute, und fuͤr unſer ganzes Leben: aber, bevor wir dieſes feierliche Buͤnd⸗ nis eingehen, vernehmet noch Simuſtapha's Herkunft, und ſehet hier vor euch den Erben des großen Hil⸗ mar, Beherrſchers von Indien.“

Mit dieſen Worten nahm Simuſtapha ſeinen Tur⸗ ban ab, und zeigte ihr ein mit Perlen und Edelſteinen