322. Tag.
ſchon dem Geruch und den Augen ſchmeichelte. Die vier Sklaven entfernten ſich, auf Oſchemals Befehl; er ſelber ſchien ihnen zu folgen; aber dieſer dienſtbare Geiſt hatte noch andere Verrichtungen: er flog nach dem Palaſte des Chalyfen.
Ilſetilſone lag traurig auf ihrem Bette, ohne Nachricht von Simuſtapha; Namuna hatte ihre gute Laune verloren, und legte ſich auch muͤrriſch nieder; die Sklavinnen und Verſchnittenen hatten ſich vorge⸗ nommen, die Nacht froͤhlich zuzubringen: aber auf einmal wurden alle in Schlaͤfrigkeit verſenkt, das Wort erſtarb ihnen auf den Lippen, ihre wankenden Fuͤße hielten ſie nicht mehr aufrecht, und die Polſter wurden von der Laſt ihrer Leiber erdruͤckt. Die Ver⸗ ſchnittenen der Wache wurden eben ſo eingeſchlaͤfert, und die Macht der Fee verbreitete uͤber den ganzen Palaſt einen Zauberſchlaf.
Sobald der Gott des Schlafs ſeine Mohnhaͤupter uͤber Alle geſchuͤttelt hatte, hub der gewaltige Diener Setelpedurs, gehorſam Simuſtapha's Befehlen, die Prinzeſſinn auf, und brachte ſie ohne Geraͤuſch in das fuͤr ſie bereitete Zimmer.
Das Flackern der Lichter, uͤber welche auf einmal ein ſtarker Wind hinwehte, verkuͤndigte die Ankunft des Geiſtes. Die Prinzeſſinn wurde auf das Hochzeit⸗ bette hingelegt, und Oſchemal, der ſich wieder ſicht⸗ bar gemacht hatte, ſprach zu Simuſtapha:


