Simuſtapha und Ilſetilſone. 352
der Geiſter dir vielleicht nothwendig ſein; aber ver⸗ nachlaͤßige unterdeſſen nicht, auch ſelber an deinem Gluͤcke zu arbeiten; die uͤbernatuͤrliche Huͤlfe wuͤrde dir unnuͤtz werden, wenn du aufhoͤrteſt, an ihrem Erfolge durch alle dir zu Gebote ſtehende Mittel mit⸗ zuwirken. Ich hinterlaße dir Reichthuͤmer, welche deine Beduͤrfniſſe weit uͤberſteigen.“
Simuſtapha beſaß in der That alles was Arabien nur koſtbares hervorbringt; aber es fehlten ihm Frauen, die Prinzeſſinn zu bedienen, und wo waren dergleichen in Bagdad zu finden, die weder Augen, noch Zungen, noch Ohren hatten; die auf den Wink gehorchten, bei Nacht ſtaͤts thaͤtig, und am Tage unſichtbar waren, — ohne die wunderbare Huͤlfe der Buͤchſe, die Dienſte Dſchemals, und die Begüͤnſtigung der Fee?
In dieſer Ungewißheit kam Dſchemal zuruͤck, und legte Rechenſchaft von ſeiner Sendung ab:
„Unſre Herrſcherinn,“ ſprach der Geiſt,„erkennt in deinem Betragen die Wirkungen der guten Lehren des weiſen Benalab: ſie hat dein Vorhaben uͤberlegt, und du kannſt dich morgen Abend mit der Prinzeſſinn vermaͤhlen, indem ihr die Geſtirne zu Zeugen eurer Vereinigung anrufet; ich habe Befehl mich, mit ſin⸗ kendem Tage, nach dem Palaſte des Chalyfen zu be⸗ geben, dort die Wachen einzuſchlaͤfern, die Prinzeſfinn zu entfuͤhren und ſie hieher zu bringen.“


