Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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Die unbekannte Dame. 25

die Erſcheinung von zwanzig anderen Sklavinnen dar⸗ aus erweckt, die noch ſchoͤner und noch geputzter waren, als alle, die mich bisher umgeben hatten. Einige von ihnen trugen Wachsfackeln, andere Gefaͤße voll des koͤſtlichſten Raͤucherwerks, deſſen Geruch, vermiſcht mit dem des Aloeholzes, womit man das Bad geheizt hatte, die Luft durchduftete; und dieſe Wohlgeruͤche erfuͤllten das Zimmer bis an die Decke.

Man entzog mich dieſen Genuͤſſen, um mich noch andere koſten zu laßen. Zwanzig Sklavinnen gingen voraus, und fuͤhrten mich in ein praͤchtiges Zimmer, wo ich mich auf ein Sopha von Goldſtoff niederlaßen mußte: eine wohllautsvolle Muſik erwartete mich hier, die zugleich ſo froͤhlich und lebhaft war, ſo geeignet zur Freude zu begeiſtern, daß ich mich alsbald dadurch etwas ermuthigt fuͤhlte.

Hierauf erboten ſich die Sklavinnen, mich in das Hochzeitgemach zu fuͤhren. Ich ſtand auf: eine große Thuͤre oͤffnete ſich, und ich ſah die mir zur Gattinn beſtimmte hereintreten, in Begleitung von zwanzig Sklavinnen, welche ſie allein an Schoͤnheit uͤbertref⸗ fen konnte.