Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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258. Ta g.

Endlich, am vierten Tage, erſchien die unbe⸗ kannte Dame ploͤtzlich wieder, im Gefolge ihrer Skla⸗ ven, und ein voller Beutel wird auf meinen Tiſch geworfen. 1

Schoͤner junger Mann ſagte ſie zu mir,ich bringe euch hier euer Geld; ſehet zu, ob es richtig gezaͤhlt iſt.

Bei dieſem von mir eben ſo erſehnten als uner⸗ warteten Anblicke verſchwand alle meine Furcht, all mein Kummer: mit Einem Worte, ich fuͤhlte mich ploͤtzlich wie neugeboren.

Meine Unbekannte ließ ſich neue Stoffe vorlegen, waͤhlt darunter aus, und nimmt aus meinem Laden wieder fuͤr dreihundert Goldſtuͤcke Waaren mit: ich haͤtte ihr, in meinem Eifer, wohl fuͤr zweitauſend hingegeben.

So bald ſie verſchwunden war, kam ich heim zu meiner Mutter, mit eben ſo viel Freude auf dem Ge⸗ ſicht, als ich zuvor Traurigkeit und Niedergeſchlagen⸗ heit hatte blicken laßen. Ich erzaͤhlte ihr mein heuti⸗ ges gluͤckliches Abenteuer, und ward nun empfaͤnglich fuͤr alle die Lehren, welche ſie bis dahin vergeblich

wiederholt hatte, um mich zu uͤberzeugen, daß, wer im Handel nicht wagt, der gewinnt nicht.

Kurz, mein verehrter Derviſch, ich ſetzte dieſen Verkehr mit der jungen unbekannten Dame fort, bis ſie mir fuͤr alle die Stoffe, welche ſie taͤglich uͤber die