Standes, allein ohne Beſtimmung geblieben waͤre. Er fuͤhlte, daß ich Recht hatte, und erbot ſich, ein Waarenlager fuͤr mich in einem der Stadtviertel Bag⸗ dads, wo ich es wuͤnſchte, zu eroͤffnen.
Dieſes Erbieten ſchmeichelte meiner Neigung fuͤr den Handel und fuͤr die Unabhaͤngigkeit. Ich nahm es an, und ſchon am naͤchſten Tage war ich im Be⸗ ſitz eines reichen Vorraths der ſchoͤnſten Perſiſchen und Inndiſchen Stoffe. Ich hatte Sklaven, die ſich gut
auf den Handel verſtanden und mir bei dem neuen Geſchaͤfte zu Huͤlfe kamen.
Am Tage war ich nun mit der ganzen vornehmen Welt Bagdads in Verkehr, deren Bekanntſchaft mir auf dieſe Weiſe offen ſtand, und des Abends kam ich heim zu meinem Vater. Ich betrieb mein Geſchaͤft eifrig, und fuͤhrte ein thaͤtiges Leben; voll Abwechſe⸗ lung, kurz, ganz nach meinem Geſchmacke. Mein Vater beſuchte mich haͤufig in meinem Laden; er ſah hier mit Wohlgefallen das Gedraͤnge der Neugierigen und der Kunden beiderlei Geſchlechts. Er machte ſich ein Vergnuͤgen daraus, mir alles was er Seltenes aus der Fremde bekam, zuzuſchicken; der Geſchaͤfts⸗ fuͤhrer ſeines eigenen Handels hatte den Befehl dazu.
Eines Tages war ich in meinem Laden von vielen Kunden umgeben, als zwo Frauen von ſehr ſtattlichem Anſehen hereintraten. Aus Hoͤflichkeit machten ihnen die uͤbrigen Anweſenden Platz, und eine der beiden


