dem Himmel danken, daß du an den rechten Mann gekommen biſt: von welchem Kapitel meines Buchs verlangſt du den Text oder die Auslegung zu ver⸗ nehmen?“
Das Buch, von welchem der Mann zu ſprechen ſchien, war ein kleines viereckiges Brett von Cedern⸗ holz, auf welchem durchaus keine Schriftzuͤge zu ſe⸗ hen waren.
„Was iſt das fuͤr ein Buch?“ fragte Giafar.—
„Wie! du erkennſt alſo in dieſen Schriftzuͤgen nicht den Finger Gottes und die Eingebung des Engels Gabriel? Ein Muſelmann erkennet nicht den goͤtt⸗ lichen Koran, und in demjenigen, der ihm denſelben vorhaͤlt, ganz ſo wie er eingegeben worden, den gro⸗ ßen Propheten Mahomed?“
Bei dieſem Ausrufe ſtand der Veſyr auf und ent⸗ fernte ſich; er nahte dem Chalyfen und ſagte zu ihm:
„Beherrſcher der Glaͤubigen, ich bin gendthigt worden, das Spiel aufzugeben: der Menſch, den ich verlaßen habe, laͤſtert zum Entſetzen: er giebt ſich fuͤr den großen Propheten aus.“
„Wer weiß, ob er auch laͤſtert,“ erwiederte der Chalyf:„jedermann kann ſich fuͤr einen Propheten ausgeben, ſobald er ſeine Sendung durch Wunder be⸗ weiſet: geh hin und fordere eins von ihm.“
Giafar gehorchte, ging hin und nahm ſeinen Platz wieder ein:


