255. Tag.
„Ich verſtehe,“ ſagte Meßrur,„wir haben Alle einen kleinen Sparren; wenn er indeſſen nicht ein ge⸗ wiſſes Maaß uͤberſchreitet, ſo thut man wohl, uns die Hinterthuͤr offen zu laßen: nur gegen die außer⸗ ordentlichen Tollheiten..“
„Ja, du haſt Recht,“ unterbrach ihn der Ta⸗ backsraucher,„die Menſchen ſehen ſich alle ihre ge⸗ woͤhnlichen Tollheiten nach, wie laͤcherlich ſie auch ſein moͤgen: aber wenn einer von ihnen durch ſeine Gedanken, ſeine Einſichten oder ſeine Beobachtungen ſich uͤber die anderen emporſchwingt, ſo iſt dieſes fuͤr ſie eine Art Vorwurf der Niedrigkeit, in welche ſie ſich hinabſinken laßen, und ſie ſuchen ſich alsdann, ſeinen Blicken zu entziehen. Das iſt eben meine Ge⸗ ſchichte: ich wußte mehr als der große Haufe; man hat mich in den Ruheſtand verſetzt.“
„In welchem Fache zeichneteſt du dich aus?“ fragte Meßrur weiter.
„In der Wiſſenſchaft, welche der Schluͤſſel aller uͤbrigen iſt, in der Sterndeutung.“—
„Und du hatteſt ſie ganz inne?“—
„Ich war nahe daran; aber man hat meine Fort⸗ ſchritte unterbrochen.“—
„Du ſtandeſt alſo in Verkehr mit den Geſtir⸗ nen?“—
„Allerdings.“— „Und welches Geſtirn war dir beſonders guͤnſtig?“—
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