Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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Die unbekannte Dame. 5

zuerſt eine ſolche Pruͤfung uͤbernehmen ſoll, und ſo⸗ gleich ans Werk gehen.

Das Loos entſchied, daß Meßrur den Anfang ma⸗ chen ſollte.

Als ſie alle drei in den Hof gekommen waren, ging der Oberſte der Verſchnittenen gleich nach der er⸗ ſten Zelle: hier fand er einen Mann von ungefaͤhr vierzig Jahren, der eine Pfeife rauchte, ſehr ernſthaft ausſah, und den Ellnbogen auf einen Tiſch geſtuͤtzt hatte, auf welchem etliche Papiere lagen. Meßrur bot dem Tabacksraucher einen Gruß, der ihm auf der Stelle erwiedert wurde, und redete ihn an:

Vermuthlich biſt du der Aufſeher derjenigen, die in dieſem Hofe ſo laͤrmen.

Dieſe Aufſicht, antwortete der Tabacksraucher, iſt eine Laſt, von welcher ich frei bin. Ich fuͤhre nur die Aufſicht uͤber mich ſelbſt, und habe vollauf zu thun.

Aber, fuhr Meßrur fort,man ſperrte dich doch gewis nicht auch als einen Verruͤckten hier ein?

Und warum ſollte man mich hier nicht als einen ſolchen feſthalten? haͤltſt du mich fuͤr kluͤger, als jeden andern? Man hat mir die Gerechtigkeit widerfahren laßen, welche alle Einwohner von Bagdad verdienten. Ich kann mich nicht beklagen; ich bin durch meines⸗ gleichen gerichtet worden, und ſie haben die Aufmerk⸗ ſamkeit, mich taͤglich hier zu beſuchen.