Teil eines Werkes 
5. Bd. (1827)
Entstehung
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255. Tag.

Verkleidung, vermittelſt welcher ihr durchaus uner⸗ kannt bleiben koͤnnt.

Geſagt gethan, und bald iſt der Chalyf mit ſeinen Begleitern auf dem Wege. Angelangt in den Anſtalten, welche er zu beſuchen ſich vorgeſetzt hatte, findet er alles in der erwuͤnſchten Ordnung, bis er an die Thuͤre eines ſehr geraͤumigen Hofes kam, in welchem er lautes Getoͤſe hoͤrte. Er wandte ſich an Giafar, und fragte ihn:

Woher koͤmmt dieſer Laͤrm?

Herr, antwortete der Veſyr,dieß iſt der Ort, wo die Narren eingeſperrt ſind: diejenigen, deren Tollheit nicht gefaͤhrlich iſt, koͤnnen in dieſem großen Hofe frei umhergehen, und ſie haben ihre Zellen oder kleinen Gemaͤcher rings um denſelben.

Laß uns hineingehen, ſagte der Chalyf;dieſer Gegenſtand iſt nicht minder wichtig. Wir wollen zu⸗ voͤrderſt ſehen, ob auch alle aus triftigen Gruͤnden hier eingeſperrt ſind: man laͤßt gar viele Leute in Freiheit, welche, ihrer Unſinnigkeit wegen, wohl ver⸗ dienten eingeſperrt zu werden; dagegen befinden ſich hier vielleicht manche, fuͤr welche es, um ihrer ſelbſt und um der Geſellſchaft willen, beſſer waͤre, wenn ſie wieder in Freiheit geſetzt wuͤrden. Jeder von uns beſonders ſoll einen von den Bewohnern dieſes Hofes pruͤfen. Wir wollen looſen, wer von uns dreien