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Nachdem ſie dieſen Brief geſchrieben hatte, verſie⸗
gelte ſie ihn, ging damit wieder in das Zimmer, wo ſie den Juͤngling gelaſſen hatte, und ſagte zu ihm: „Ihr habt euch verſehen; der Brief, welchen ihr mir uͤbergeben, iſt an meine Mutter: ich will euch ſo⸗ gleich in ihr Zimmer fuͤhren.“ Der junge Kebal uͤbergab nun der Mutter den Brief; ſie las ihn, und da ſie nicht zweifelte, daß
er von ihrem Manne waͤre, vollzog ſie die darin ent⸗ haltenen Befehle, und verheirathete ihre Tochter mit
dem jungen Menſchen.
Unterdeſſen kehrte auch Kebal, nach Vollendung aller ſeiner Geſchaͤfte, nach Bagdad zuruͤck. Er war ganz erſtaunt, als er bei ſeiner Heimkunft ſeinen Sohn am Leben fand. Sein Erſtaunen ſtieg aber noch hoͤ⸗ her, als er vernahm, daß er ſogar ſein Schwieger⸗ ſohn geworden war. Alle dieſe Vorgaͤnge kamen ihm unglaublich vor: aber die Furcht, ſeine Unthaten zu enthuͤllen, benahm ihm die Luſt, ſich daruͤber aufzu⸗ klaͤren. Er verſtellte ſich, und verbarg unter dem An⸗
ſchein der Freundſchaft den toͤdtlichen aß, welchen er ð
ſtaͤts gegen ſeinen ſchuldloſen Sohn hegte. Seine Toch⸗ ter Melahié ließ ſich aber durch dieſe ſcheinbare Ruhe nicht taͤuſchen: ihre fuͤr das Leben eines geliebten Gat⸗ ten beſorgte Zaͤrtlichkeit ließ ſie alle Schritte ihres Vaters bewachen.


