Geſchichte des Sohnes Kebals.
Zweihundert und drei und funfzigſter Tag.
„Ein Kaufmann, namens Kebal, hatte eine junge reiche und liebenswuͤrdige Frau geheiratet; und obwohl das Geſetz Mahomeds die Vielweiberei verſtattet, ſo wollte dieſe gebieteriſche Frau doch weder das Herz, noch das Bette ihres Mannes mit einer andern thei⸗ len. Kebal, ſchwach und unterwuͤrfig, fuͤrchtete ſeine Frau, der er ſein Vermoͤgen verdankte; er hatte ſogar zu ihren Gunſten foͤrmlich auf das Vorrecht verzich⸗ tet, welches ihm das Geſetz gab, und ihr eine un⸗ verbruͤchliche Treue geſchworen. In der Entfernung von ſeiner Frau vergaß er jedoch bald die Schwuͤre, welche er ihr gethan hatte.
Handelsgeſchaͤfte noͤthigten ihn einſt eine Reiſe zu machen, und da ward er von den Reizen einer Skla⸗ vinn gefeſſelt, welche er fuͤr fuͤnfhundert Zeckienen kaufte. Nach neun Monden gebar ihm die Sklavinn


