Die Veſyrs⸗Sochter. 369
ihres wahren Geſchlechts ſehen. Alle ſechs ſtuͤrzten auf ihre Knie, und flehten um Verzeihung der Ueber⸗ tretungen, zu welchen eine zu heftige Liebe ſie hin⸗ geriſſen haͤtte. Die Veſyrstochter hub ſie guͤtig auf, reichte dem Waſſertraͤger die Hand, ließ ihn auf ihren Thron ſitzen und mit koͤniglichem Gewande bekleiden.
Sie verfammelte hierauf die Großen ihres Reichs, erzaͤhlte ihnen ihre Geſchichte, und bat ſie ihren alten Herrn als Koͤnig anzuerkennen. Wenige Tage dar⸗ nach vermaͤhlte ſie ſich mit ihm, und die Hochzeit wurde mit wahrhaft koͤniglicher Pracht gefeiert.
Der Jude, die drei Fiſcherbruͤder und der Ritter wurden nach ihrer Heimat entlaſſen, mit Reichthuͤ⸗ mern beſchenkt, welche, ſo anſehnlich ſie waren, ſie doch nicht abhielten, das Loos des Waſeertraͤgers zu beneiden.“—


