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Die erſten Strahlen der Sonne, welche den Ge⸗ ſichtskreis erhellten, ließen ſie eine große Stadt ent⸗ decken. Ungewis lenkte ſie nach dieſer Seite hin. Wie groß war aber ihr Erſtaunen, als ſie die Ein⸗ wohner ihr entgegen kommen ſah, und dieſe ſie fol⸗ gendermaßen begruͤßten:
„Unſer Koͤnig iſt dieſe Nacht geſtorben; da er kei⸗ nen Thronerben hinterlaßen hat, und deshalb einen Buͤrgerkrieg befuͤrchtete, hat er in ſeinem letzten Wil⸗ len geboten, denjenigen auf den Thron zu erheben, den man zuerſt bei der Oeffnung der Stadtthore an⸗ treffen werde.“ 3
Ghuͤlnas empfing mit einer hoheitsvollen und zu⸗ gleich leutſeligen Miene die Huldigungen ihrer neuen Un⸗ terthanen, welche ſehr. weit entfernt waren, ihr wah⸗ res Geſchlecht zu ahnden. Sie durchzog die Straßen unter dem Zurufe des Volks, und nahm den Palaſt
in Beſitz, welcher der gewoͤhnliche Aufenthalt der
Fuͤrſten dieſes Landes war.
Zweihundert und zwei und funfzigſter Tag. Sobald ſie auf dem Throne ſaß, widmete ſie ſich
gaͤnzlich der Regierung des Staats. Sie erwaͤhlte ſich rechtſchaffene und einſichtsvolle Veſyre, und richtete
ihre Sorgfalt beſonders darauf, jedermann Gerechtig⸗


